Die Balneologie ist eine komplementäre Behandlungsmethode, die auf der Anwendung natürlicher Heilmittel basiert. Zu diesen natürlichen Heilmitteln zählen vor allem Heilwässer. Die Bezeichnung „Heilwasser“ darf jedoch nur von Quellen verwendet werden, deren Heilwirkung klinisch geprüft wurde und deren langjährige positive Erfahrung mit der Anwendung nachgewiesen ist. Die Zusammensetzung dieser Heilwässer ist stets einzigartig und daher unersetzlich. So stellt beispielsweise Bílinská kyselka eine hervorragende alkalische Heilquelle mit vielen positiven Wirkungen auf Verdauung und Harnwege dar, während Zaječická hořká sich durch ihre positive Wirkung auf Verdauung und Ausscheidung auszeichnet und ideal bei Verstopfung oder chronischer Darmschwäche ist.

Medizinisches Mineralwasser unterscheidet sich von reinem Wasser durch einige der folgenden Eigenschaften:
Der Mineralisierungsgrad, die chemische Zusammensetzung, die Vergasung mit natürlichem Kohlendioxid, der pH-Wert. Eine Besonderheit ist auch die Abwesenheit von Schadstoffen, die häufig im Grundwasser vorkommen. Von zentraler Bedeutung sind die Konzentration und die gegenseitigen Verhältnisse der Hauptionen, die die Reaktion des Urins beeinflussen und die gewünschten pharmakotherapeutischen Wirkungen, insbesondere die Induktion einer erhöhten Diurese, haben. Dabei handelt es sich vor allem um die Gehalte an Hydrogencarbonat, Natrium, Calcium und Magnesium sowie deren gegenseitige Verhältnisse. Wichtig ist auch die Bindung von Kationen an Bicarbonat-Anionen. Der alkalische pH-Wert des Wassers reguliert den pH-Wert des Urins bei Urolithiasis.

Da bei chronischen Erkrankungen eine gesteigerte Diurese ein ständiges Bedürfnis der Patienten darstellt, ist die Frage der Langzeitanwendung dieser Wässer hochaktuell. Eine bewährte und gefragte natürliche Heilquelle dieser Art ist die Rudolfquelle . Diese kann nach dem Kuraufenthalt durch eine Trinkkur mit abgefülltem Wasser zu Hause fortgesetzt werden.

Die grundlegende Nutzung von Heilwasser in Kurorten besteht in Trinkbädern, die hauptsächlich bei Magen-Darm- und urologischen Erkrankungen eingesetzt werden. Neben der therapeutischen Wirkung hat die Anwendung von Heilwasser auch präventive Bedeutung; die Trinkkur bewegt sich im Grenzbereich zwischen Pharmakotherapie und Diättherapie. Die Wirkung von Trinkbädern entfaltet sich am besten über einen längeren Zeitraum; eine Ausnahme bildet das bittere Wasser von Zaječická mit seiner schnell abführenden Wirkung.

Derzeit ist die Pharmakotherapie mit künstlichen Arzneimitteln völlig vorherrschend, daher sind diese Heilwässer mit rein natürlichem Charakter ein einzigartiger Ersatz für Arzneimittel. Dadurch, dass ihre Wirkung sowohl klinisch als auch empirisch belegt ist.